Dienstag, 2. Mai
Wenn wir an einem neuen Ort sind, sind wir immer gespannt, was es zum Zmorge gibt. Heute freuen wir uns besonders darauf, denn im BluePoint Hotel in Tepelenë gabs – nichts.
Unsere Gastgeberin füllt den Zmorgetisch mit gekochten Eiern (ganz was Neues, normalerweise gibts Spiegeleier oder Omeletts), Gurken, Tomaten, Oliven, Feta, Brot, Butter, Feigenkonfi und Honig – sehr speziellen Honig, von der Konsistenz her würde ich auf Heidehonig tippen. Und, das Besondere: es schwimmen Gewürznelken drin! Diese geben ihm einen würzigen, fast weihnachtlichen Beigeschmack. Sehr fein!

Heute hält das Wetter, was die Prognosen versprochen haben: Es regnet. Eine gute Gelegenheit, die grosse Burg oberhalb der Stadt zu besuchen.

Diese ist eindrücklich, riesig, verwinkelt, mit vielen Treppen, dunklen Gängen,



mit Grabstätten irgendwelcher „Babas“

und mit (ur-)altem Kriegsgerümpel.

Irgendwo in einer Ecke steht eine malträtierte Jesus-Figur herum – sie will nicht so recht zum Rest passen…

Alles in allem sind die alten Mauern sehr eindrücklich. Es hat wohl durchaus seinen Grund, dass sie 2005 auf die Liste des Unesco-Weltkulturerbes aufgenommen wurden.


Uns fällt auf, dass kaum etwas gesichert ist, es gibt kaum Geländer oder Absperrungen. Wer will, kann auf die Mauern klettern, auch wenns auf der anderen Seite 20 oder 50 Meter runtergeht.
Einzig der Wunsch, man möge doch die Burg bitte auf dem offiziellen Weg verlassen, soll uns wohl von einem beherzten Sprung von der Mauer abhalten.

im Nachhinein fragen wir uns, wie wir es geschafft haben, solche menschenleeren Bilder zu schiessen – immer wieder wurde die Burg von regelrechten Beruchertsunamis überrollt…..