Donnerstag, 4. Mai
Nach drei spannenden Tagen in Gjirokaster verlassen wir die Stadt und ziehen Richtung Përmet weiter.
Wir haben viel Neues erlebt, erfahren, gelernt, uns über ein paar Dinge gewundert, gestaunt oder herzlich gelacht.
Ein paar Beispiele:
Im Innern der Burg stehen zwei kleine Häuser, auf den ersten Blick würde man auf Gartenhäuschen tippen.

Es sind aber Grabstätten von religiösen Führern, Baba genannt.
Auf der Türschwelle des einen Häuschens lagen, als Opfergaben? neben Münzen auch Süssigkeiten – Schokoriegel und Bonbons.

Einer dieser Babas muss ein rechtes Schläckmuul sein!

Ebenfalls in der Burg fanden wir dieses Schild – sicher kreativer als ein unfreundliches „Rasen betreten verboten“.

Anstelle der langweiligen Zäune aus Maschendraht findet man in Gjirokastër vielerorts Zäune aus solchen löchrigen Blechen.

Offenbar gab es (oder gibt es vielleicht immer noch) eine Besteckfabrik. Löffel, Gabeln und Messer wurden aus grossen Blechplatten ausgestanzt. Das aus den Resten entstandene Lochblech eignet sich, wie man sieht, vorzüglich zum Umzäunen eines Gartens, oder zum Schutz vor Vögeln.

…und hier hat jemand eine kreative Lösung gefunden, um das Regenwasser aufzufangen:

Der Besuch im Barbershop, zur Rasur, war eine leichte Enttäuschung, nur der Elektrorasierer wurde eingesetzt, das Rasiermesser lag nutzlos auf dem Frisiertisch. Das Ergebnis war trotzdem ausgezeichnet.

Besonders das Logo hat mir gefallen!

Am Schluss kam der Heissluftfön zum Einsatz, er pustet die Barthaare weg.
In einem Café stehen wir vor einem Rätsel, als uns der Kellner nebst der bestellten Espressi einen weiteren Unterteller hinstellt. Etwas Weisses, Flaches liegt darauf.

was könnte das sein? Eine Art Mini-Süssigkeit? Eine Zuckerschicht? Sollen wir den Teller vielleicht abschlecken?
Wir überlegen hin und her… vielleicht sollten wirs einfach mal probieren. Oder vielleicht doch nicht – – –
Zum Glück haben wir nichts dergleichen getan, denn plötzlich kommt Reto doch noch hinter den Sinn und Zweck des Tellers: Er soll als Aschenbecher dienen, das weisse Etwas ist ein nasses Stück Papier!
Wir malen uns das Gesicht des Kellners aus, wenn wir den Teller tatsächlich abgeschleckt hätten, und kugeln uns vor Lachen…….